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RE: Wie lange gibt es die Vasa noch?? • Absender: schifferlbauer, 01.11.2011 13:36

Servus

Ich möchte nicht allzu sehr auf die Holzqualität oder die speziellen Farben und Maltechniken eingehen, sondern erst einmal darauf hinweisen, dass auch Modellbauer das Recht haben, ihr Modell so zu gestallten, wie es dem "Persönlichen Geschmack" entspricht,- Holz - Natur, oder bemalt und vergoldet, - da der Modellbau in erster Linie ein Hobby ist.
Sollte aber ein Modellbauer darauf bedacht sein, sein Modell so originaltreu wie mölglich zu gestalten, ist ein Baukasten mit seinen Anleitungern sicher zu wenig.
Die Begründung liegt darin, dass fast alle Baukästen, egal wie historisch genau sie in der Werbung beschrieben werden, fehlerhaft sind und Teile davon sogar nur der reinen Fantasie entspringen.
Das dabei die Farbgebung , egal ob richtig oder falsch, eine eher untergeordnete Rolle spielt ist verständlich. Es gäbe keine Royal Sovereigns, die alles andere als historisch sind, keine Agamenons die in ihrem Heckdesign in keinster Weise einem englischen Kriegsschiff entsprechen, - da ausserdem von diesem Schiff keine einzige Zeitgenössische Heckdarstellung existiert - so wie viele andere Modelle die angeboten werden.
Eines steht aber zweifelsohne fest. Die Bemalung kann ein Modell auf - oder abwerten. Damit meine ich, dass ein Modell das vielleicht nicht ganz so gut gelungen ist, durch die Farbgebung
optisch hervorragend ausssieht, aber ein super gebautes Modell durch schlechte Bemalung unansehlich oder kitschig wirkt.
Die Art und Weise wie jeder Modellbauer sein Modell bemalt und gestaltet, zeigt auch wieweit er sich mit der Geschichte des Schiffes beschäftigt hat. Da die Schiffe in erster Linie Mittel zum Zweck und relativ langlebig waren, sollte jeder Modellbauer bedenken, dass die original Schiffe auch Gebrauchsspuren aufwiesen. Damit meine ich, dass ein Modell in der Farbgebung auch so gestaltet sein sollte, dass die Farbgebung nicht nagelneu aussehen sollte. Glänzende Flächen sollten - egal ob beim Rumpf oder dem Schanzkleid vermieden werden. Es ist auch sinnvoll
die Farbtöne nicht zu gleichmässig aufzutragen da kleine Farbunterschiede den Eindruck heben.

Da ich mich vom Admiralitätsmodell ( York ), über Restaurierungen ( Schonerbrigg und andere Modelle) sowie dem Bau eines Modells, das in allen Details einem Schiff entspricht, mit der richtigen Farbgebung beschäftigen musste, möchte ich folgendes anmerken.

Im Grunde genommen ist es völlig egal mit welchem Material - bei Farben, Wasser, Akryl oder Ölfarbe, bei Beizen, Wasser oder Spiritus, bei Teeranstrich, Bitumen oder teerhaltige Farben, das Modell behandelt wird. Wichtig ist nur dass der Gesamteindruck des Modelles stimmt. Jeder Modellbauer sollte auf einem Stück Abfallholz den Anstrich in Augenschein nehmen und dann selbst entscheiden, wieweit er ihn verändern muss, um die richtige Farbgebung zu bekommen. Das dafür ein gutes Auge und das richtige Gefühl für Farben not wendig ist verteht sich von selbst. Wenn das nicht der Fall ist, wird auch mit der besten fachlichen Unterstützung und Beratung die Farbgebung in die Hose gehen.

Grüsse
Willi


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