#1

HMS Surprise, Teil 2, Innenbeplankung und Beplankung Geschützdeck

in Segelschiffe und andere...... 07.03.2010 14:51
von Nikolai (gelöscht)
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Hallo zusammen,

Ich bin mit meiner Surprise etwas weiter vorangekommen. Nachdem die Außenbeplankung fertig gestellt worden war, wurde nun das Kanonendeck und das Schanzkleid des Oberdecks von Innen beplankt. Vorher wurden die Spanten innen noch soweit gestrakt, dass sich ein harmonischer Plankenverlauf auch auf der Innenseite ergab.
Die Abschlussleiste des Schanzkleids (d.h. die Reling) konnte auf dem Quarterdeck nach ausreichend Anfeuchten gut mit Nägeln fixiert werden, auf dem Vorschiff, wurde die Leiste im feuchten Zustand mit dem Bügeleisen auf einer Schablone in den gewünschten Kurveverlauf gebracht. Am Ende wurde auf beiden Seiten eine Profilleiste als Abschlussleiste angebracht. Das Profil habe ich dabei einfach durch Abschaben einer entsprechend breiten Ahorn-Leiste mit einer aus 0.5 mm Kupferblech hergestellten Lehre erreicht. Auf die gleiche Art wurde auf der Außenseite auch die Zierleiste, die sich in Deckshöhe um den gesamten Rumpf zieht, hergestellt.
Das Deck wurde mit 0.6 mm Ahorn beplankt (hatte ich noch über von der Mayflower). Die Kalfaterung habe ich durch Anfärben der Kanten mit schwarzer Farbe erreicht. Die Nägel wurden dadurch dargestellt, dass flüssiges Kerzenwachs in die zuvor gebohrten Löcher eingebracht wurde. Nachdem Abziehen mit einer Klinge und Schleifen mit Sandpapier und Stahlwolle ergibt sich ein schöner Effekt. Die Methode steht im “Mondfeld”. Auf dem Foto ist mein Testversuch im später nicht ,mehr sichtbaren Vorschiff zu sehen. Endgültig habe ich die Nägel nur im später sichtbaren Bereich der Kuhl erstellt.

So das war es wieder einmal. Als Nächstes kommen der Heckspiegel und die “Seitentaschen” an die Reihe.

Viele Grüße, einen schönen sonnigen Sonntag noch,

Nikolai

Angefügte Bilder:
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#2

RE: HMS Surprise, Teil 2, Innenbeplankung und Beplankung Geschützdeck

in Segelschiffe und andere...... 07.03.2010 15:52
von Peter • 178 Beiträge

Hallo Nikolai,

Na die Bilder von deiner Innenbeplankung sehen doch Klasse aus.Auch das mit der Decksbeplankung und der Kalfaterung der Decksplanken kommt gut und Stimmig rüber.Welche Nägel verwendest du denn zum halten der planken innen?Die sehen doch sehr "dick" aus,oder täuscht das?Die Löcher für die Masten werden die nachher aufgebohrt,oder wie bekommste dir frei?Aber mach weiter so,dann kann ich mir noch viel von Dir,zum Innenbeplanken,abschaun.Ich bin bei meiner Le Cingh ja auch an der Außenbeplankung der Reling,aber da sind mir schon zwei Planken gebrochen,trotz der Vorbiegung mit nem Leistenbieger.Versteh ich zwar nicht so ganz,aber ich gehe mal davon aus das ich die Planken länger im wasser tränken muß,bevor ich da mit dem Leistenbieger ans vorbiegen dran gehe.Aber kommt Zeit,kommt Rat.In diesem Sinne

Gruß
Peter


Geht nicht,gibts nicht
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#3

RE: HMS Surprise, Teil 2, Innenbeplankung und Beplankung Geschützdeck

in Segelschiffe und andere...... 09.03.2010 21:40
von Nikolai (gelöscht)
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Hallo Peter,

das sind keine Nägel, sondern Stecknadeln, allerdings eine etwas kräftiger Sorte. Meine Frau hatte mir mal 2 Packungen mitgebracht. Ich verwende diese "Nägel" ganz gerne, allerdings ist der Schwund auch recht groß (entweder Verbiegen oder Zweckendfremdung der Köpfe als Befestigungsbolzen für Rüsteisen zum Beispiel.
Die Löcher für die Masten sind bereits in den Kiel eingearbeitet, müssen nur noch vollständig vom Schaum befreit werden. Das Biegen der Leisten ging eigentlich recht gut, ich verwende allerdings keinen Leistenbieger, sondern nur Wasser und Feuer, also gutes Wässern (bei 2 mm Leisten schon am Abend vorher) und eine Kerzenflamme. Ich komme damit ganz gut zurecht. Allerdings sind die Leisten alle schon auf die Originallänge von etwa 12 cm gebracht worden.
Ich freue mich schon auf Fortschritte Deiner Le Cingh.

Viele Grüße,

Nikolai

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#4

RE: HMS Surprise, Teil 2, Innenbeplankung und Beplankung Geschützdeck

in Segelschiffe und andere...... 29.03.2010 21:21
von Nikolai (gelöscht)
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Hallo zusammen,

ich bin etwas weiter gekommen und habe mittlerweile bei meiner Surprise den Heckspiegel und die Seitengalerien fertig gestellt. Ging recht gut von der Hand. Als Grundlage für die Seitengalerien habe ich Karton verwendet, der sich bei diesen kleinen Teilen etwas leichter verarbeiten ließ als z.B. Sperrholz.
Anbei einige Photos vom Baufortschritt.

Viele Grüße,

Nikolai

Angefügte Bilder:
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#5

RE: HMS Surprise, Teil 2, Innenbeplankung und Beplankung Geschützdeck

in Segelschiffe und andere...... 03.04.2010 19:21
von Peter • 178 Beiträge

Hallo Nikolai,

Die Innenbeplankung und die Beplankung des Geschützdecks sehen doch gut aus.Das mit den Seitentaschen aus Pappe werde ich mir mal für meine Le Cingh merken.Die Pappe läßt sich doch bestimmt besser und leichter ver- und bearbeiten als wenn mal die Seitentaschen aus holz herstellen würde.Aber so sieht dein Schiff schon klasse aus,sauber gebaut und schön anzusehen.Mach weiter so,damit wir noch mehr von deinen interessanten Arbeitstechniken kennenlernen können.In diesem Sinne

Gruß
Peter


P.S.: Könntest du deine Bilder eventuell mit dem" Bilder und Dateien hochladen" einstellen,dann wären die Bilder nicht ganz so groß und würden nicht so lange zum Aufbauen brauchen.DANKE


Geht nicht,gibts nicht
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#6

RE: HMS Surprise, Teil 2, Innenbeplankung und Beplankung Geschützdeck

in Segelschiffe und andere...... 26.06.2010 10:54
von Nikolai (gelöscht)
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Hallo zusammen,

Auch bei mir ist es in den letzten Monaten mit der Surprise weiter voran gegangen. Ich habe zunächst einmal versucht, die Geschütze mittels Zinnguss zu erstellen, war allerdings von dem Ergebnis überhaupt nicht überzeugt. Statt jetzt viele weitere Versuche zu starten, um das Ergebnis zu optimieren, habe ich mich entschlossen eine etwas andere Variante zu wählen, die ich noch aus dem Kartonbau kenne: die Geschütze wurden im Wesentlichen aus Tonkarton erstellt. Dabei habe ich den konischen Grundkörper auf einer entsprechend zugeschliffenen Holzform erstellt. Alle anderen Teile wie Endstücke, Seele und Rohrverstärkungen und die Halterung für die Spindel wurde nach dem “Fließbandprinzip” alle abschnittsweise angefertigt und danach in einem Rutsch zusammen gesetzt. Nach einer Grundierung mit einem Klarlack wurde das vollständige Geschützrohr mit Revell-Farben schwarz eingefärbt.
Die Schlitten-Lafetten entstanden jeweils aus einem Pappe-Grundkörper, der mit 0.6 mm Ahorn-Leisten beklebt wurde. Eingefärbt wurde diese anschließend mit roter Holzbeize.
Ich habe danach jedes einzelne Geschütz vollständig getakelt, um nach dem Probeweisen einfügen eines Decks festzustellen, dass man davon eigentlich praktisch nichts mehr von außen sieht. Na ja, war zumindest eine gute Übung für die Bewaffnung des Quarter- und Vordecks. Zwischenzeitlich habe ich den Bugsprit angefertigt und soweit auch eingebaut.

So das war es für heute, viel Spaß mit den Bildern.

Viele Grüße,

Nikolai

@ Peter: Ich habe die Bilder etwas verkleinert und hoffe, dass es so besser geht. Kannst Du die Teile des Berichts zu einem zusammenfügen? Danke!

Angefügte Bilder:
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#7

RE: HMS Surprise, Teil 2, Innenbeplankung und Beplankung Geschützdeck

in Segelschiffe und andere...... 27.06.2010 09:32
von Kay (gelöscht)
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Hallo Nikolai,

die letzten Kanonen bei der San Felipe habe ich gedrechselt, weil ich mit dem Gießen auch nicht klargekommen bin. Aber da man nicht auslernt-->was ist Tonkarton? Habe ich noch nie gehört. Ich bin ja auch immer auf der Suche nach Alternativlösungen.Kann man damit modellieren?
Sehr gute Arbeit bei deinem "Schiffchen", weiter so!

Gruß Kay

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#8

RE: HMS Surprise, Teil 2, Innenbeplankung und Beplankung Geschützdeck

in Segelschiffe und andere...... 28.06.2010 21:28
von Nikolai (gelöscht)
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Hallo Kay,

es handelt sich dabei um ganz normalen Bastelkarton, den es in verschiedenen Stärken in jedem Schreibwaren und Bastelladen gibt. Meine Mädels bevorzugen die Farben rosa und gelb, ich darf dann die Farbe schwarz verbauen.

Viele Grüße,

Nikolai

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#9

RE: HMS Surprise, Teil 2, Innenbeplankung und Beplankung Geschützdeck

in Segelschiffe und andere...... 19.09.2010 13:29
von Nikolai (gelöscht)
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Hallo zusammen,

Ich habe mir Peter´s gestrigen Appell zu Herzen genommen und mal wieder einige Fortschritte bei meiner Surprise zusammengestellt. Trotz Urlaubszeit und teilweise doch recht schönen Wetters, bin ich doch recht gut weiter vorangekommen. Im Einzelnen habe ich diese Abschnitte gebaut:

1) Innausbau des Geschützdecks mit Ankerbeting, Pumpen, Kochstelle, Niedergängen und Geländern. Zudem erstellte ich die Betinge am Groß- und Fockmast bereits zu diesem Zeitpunkt schon, da diese jeweils ein Deck tiefer reichen. Die Belegnägel habe ich mit der Dremel aus dem kleinsten Rundleistendurchmesser gedreht.

2) Anschließend habe ich alle Decksbalken eingebaut. Jeder einzelne (insgesamt 23) wurde in Maximallänge (= breite Hauptspant) auf die die notwendige Wölbung gebracht, d.h. entsprechend geschliffen. Anschließend wurde die Länge beim Einbau angepasst.

3) Für das Galion habe ich zunächst Pappschablonen für die Galionsregeln erstellt, um die Krümmung zu ermitteln, danach wurden dieses auf Holz übertragen und solange geschliffen, bis es passte. Gleiches galt für die einzelnen Galionsspanten. Vor dem Einbau des Galions habe ich allerdings zunächst noch die Bugspritzurring gelegt, da man nach Einbau des Galions dort später nur noch schlecht herankommt. Die Galionsfigur habe ich in etwa 2-tätiger Arbeit aus einem Ahornblock geschnitzt und geschliffen (ich bin froh, dass die Surprise nur eine einzige Figur hat!).

4) Bevor ich das Deck aufgebracht habe, wurden zunächst noch die Untermasten erstellt (inklusive Top und Schalung), um diese gleich mit der korrekten Neigung (d.h. in diesem Fall, da französisch mit fat keiner Neigung, insbesondere auch am Kreuzmast) in das Deck einzupassen. Zum Fixieren wurde jeweils entsprechende Leistentrechtecke um die Masten herumgebaut. Ebenso wurden alle Luken und anderen Öffnungen im Deck eingepasst. Die noch fehlenden Seitenlaufgänge zwischen Vor- und Quarterdeck, d.h. um die Kuhl herum wurden durch Leisten erstellt.

5) Erstmalig habe ich das Deck direkt auf die Decksbalken geplankt und ich muss sagen, das hat hervorragend funktioniert. Ledigleich im Bugbereich wurde eine Platte eingeklebt, um ausreichend Unterlage zu haben. Über das sich verjüngende Quarterdeck habe ich alle Leisten nach achtern so weit verjüngt, das am Ende nur ein einziger toter Gang notwendig war.
Die Kalfaterung wurde wieder durch schwarzes Einfärben der Schmalseiten der Planken dargestellt. Nach Abschleifen wurde alle Nagellöcher gebohrt und mit Kerzenwachs ausgefüllt. Dieses wurde dann mit einer Klinge abgezogen und noch einmal geschliffen. Abschließend habe ich die Oberfläche mit einem matten Klarlack versiegelt.
Ehrlich gesagt sieht man vom Innausbau des Geschützdecks nicht mehr besonders viel, wenn man durch die Stückpforten hindurch nach innen schaut, allerdings hat das Bauen schon Spaß gemacht und ich weiß ja, dass alles notwendige vorhanden ist.


Viele Grüße,

Nikolai

Angefügte Bilder:
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#10

RE: HMS Surprise, Teil 2, Innenbeplankung und Beplankung Geschützdeck

in Segelschiffe und andere...... 19.09.2010 17:52
von Peter • 178 Beiträge

Hallo Nikolai,

Na da bist Du ja mit deiner HMS Surprise doch schon ein ganzes Stück weiter gekommen.Sieht auch alles sehr gut aus,sauber gebaut und das mit dem Kerzenwachs zur Nachbildung der
Nagelung werde ich mir für mein nächstes Modell mal vormerken.Habe ja bei meiner LE Cingh alles mit Holzdübeln gemacht und das war ne ganz schöne Arbeit,hat aber auch Spaß gemacht,
das Ergebniss zum Schluß zu sehen.Na dann mach mal weiter so,bin schon auf weitere Baufortschritte gespannt.In diesem Sinne

Gruß
Peter


Geht nicht,gibts nicht
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#11

RE: HMS Surprise, Teil 2, Innenbeplankung und Beplankung Geschützdeck

in Segelschiffe und andere...... 06.07.2011 21:09
von Frank • 81 Beiträge

Hallo Peter

Versuch das Plankenbiegen mal über einem heissen Lötkolben am Schaft, nicht an der Spitze. Damit lassen sich Leisten trocken ! und völlig problemlos verbiegen und verwinden. Nur immer gleichmässig hin und her führen und mit leichtem Druck in die gewünschte Form bringen. Wenn du es richtig machst verfärbt sich die Innenseite nicht mal.

Grüsse Frank

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