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  • Thema von kessi im Forum Segelschiffe und ander...

    Baubericht der H.M.S. Bounty von Billing Boats in 1:50

    Dies war mein erster Versuch der Beplankung. Leider fehlgeschlagen. Die Risse waren sehr groß und irgendwie sah das alles nicht aus. Also riss ich die komplette Beplankung herunter und startete einen neuen Versuch.



    Dann der zweite Versuch. Die Beplankung ist mir gelungen. Für mein zweites Modell bin ich zumindest zufrieden.



    Nun wird der Rumpf geschliffen. Mit dem schleifen kann man noch einiges ausbessern. Hier ist viel Feingefühl gefragt.



    Jetzt wird erst mal gebeizt.



    Detailansichten des Decks. Nun sieht man Fortschritte.



    Die erste Wante ist geknüpft. Mit dem Wantespanner ist dies ein Kinderspiel.





    Über weitere Baufortschritte halte ich auf dem laufenden.






  • Ahoi und willkommen an "Board"Datum20.02.2007 22:34
    Thema von kessi im Forum Vorstellung

    Mein Name ist Kessi und ich moderiere dieses Board. Ein Profi bin ich nicht aber ich habe schon zwei kleine Modelle gebaut. Das Dritte ist in Arbeit. Meine Hobbies sind u.a. noch meine zwei Hunde, Reisen, PC.

    Hier noch Fotos meiner ersten Modelle.





    und meiner zwei Süßen






  • H.M.S. BountyDatum24.02.2007 21:17
    Thema von kessi im Forum Fotos von Originalen
  • TreffenDatum25.03.2007 12:51
    Thema von kessi im Forum Diskussionen und Fragen

    Hallo alle zusammen,

    da sich hier ja bereits seit einiger Zeit nichts mehr tut, wollte ich einmal einen Vorschlag machen.

    Bisher fand ich das Forum immer sehr schön und es wäre eigentlich schade wenn alles einschlafen würde. Leider gibt es in Deutschland nicht viele „Gleichgesinnte“ und man freut sich wenn man mal welche findet und sich dann auch noch austauschen kann.

    Was haltet ihr davon, wenn wir uns einmal treffen? Denke wir wohnen alle nicht sehr weit voneinander entfernt. Der Kreis ist auch nicht so sehr groß, so müsste es eigentlich leicht möglich sein einen guten Ort zu finden. So ein Treffen könnte dann ja einmal im Jahr stattfinden.
    Oder wollen wir uns mal auf der Messe in Dortmund treffen. Messe ist vom 18.04.-22.04.07 in Dortmund. Oder ….. Oder…., wie auch immer. Vielleicht entsteht ja ein netter Arbeitskreis. Ganz sicher aber, ist es nett alle die man vom Schreiben her kennt, auch einmal persönlich kennen zu lernen.

    Schreibt mal ob generell Interesse besteht, oder wo das Treffen evtl. stattfinden könnte.

    Bis dahin
    Jürgen

  • Le Cingh von JürgenDatum26.03.2007 00:16
    Thema von kessi im Forum Segelschiffe und ander...
    Über msnBaubericht „ Le Cingh" Begonnen Februar Anno Domini 2004


    Zuerst einmal etwas über das Schiff selber:

    Es handelt sich hierbei um eine 2-mastige französische Korvette aus dem Jahre 1806. Das Schiff war mit 14 Caronaden und 2 Kanonen bewaffnet. Die Dienstzeit der Le Cingh betrug 2 Jahre. Sie wurde im Jahre 1808 außer Dienst gestellt.

    Bisherige Kosten für dieses Modell:

    Bauplan: Budriot 80,00€

    Leisten (Birne) für Rumpf 80,00€

    Sperrholz 25,00€

    Kupferblech 10,00€

    Zahnstocher 1,50€

    Tischlerplatte 6,00€

    Leim (Ponal Express) 7,00€

    Sprühkleber 11,00€

    Kopien 2,00€



    Das Modell soll ausschließlich nach Plan im Maßstab 1:48 gebaut werden. Dieser Plan lag bereits seit einiger Zeit in meinem Archiv und wartete auf seine Bestimmung. Zu Beginn habe ich mich einige Zeit mit dem Studium der Pläne beschäftigt, vermessen, gegrübelt und Randnotizen im Plan eingetragen. Danach habe ich mir die verschiedenen Holzstärken (Sperrholz Rumpf) aus dem Plan heraus gemessen und das benötigte Holz in einem Fachgeschäft auf DIN / A4 Format zuschneiden lassen. Im Plan war ein Spantenriss mit und ohne die Plankenstärke, jeweils im DIN A4 Format vorhanden. Immer von der Mitte zum Bug und von der Mitte zum Heck. Am besten verwendet man mehrfach verleimtes Sperrholz, es verwindet sich nicht so leicht. Bei einem großen Baumarkt (fängt mit O.. an) bekommt man es in fast allen Stärken und zu recht moderaten Preisen.

    Dadurch konnte ich 2 Spanten auf jeder Holztafel unterbringen. Danach habe ich die Seite des Planes x Anzahl der benötigten Spanten kopiert, Dann wurden die Blätter mit einem Sprühkleber auf die Sperrholztafeln geklebt und trocknen lassen. Dadurch hat man eine 100% genaue Vorlage zum sägen und Zusammenbau des Rumpfes. Jetzt brauchte ich nur den jeweils zu bearbeiteten Spant auszuwählen, die Deckslinie und die Verzapfung genau einzeichnen und sorgfältig mit der Laubsäge aussägen und mit der Raspel (fein) in die endgültige Form schleifen. Dieser Vorgang wird dann mit allen benötigten Spanten durchgeführt.

    Man kann aber auch die Kopien mit der Zeichnung nach unten auf das Holz legen und die Rückseite mit einem Bügeleisen bearbeiten, so hat man dann eine genaue Kopie auf dem Holz abgebildet. Allerdings ist die Abbildung dann Spiegelverkehrt. Spielt aber in diesem Stadium eigentlich keine allzu große Rolle. Komischerweise funktioniert das aber nicht immer, daher bevorzuge ich persönlich die Klebemethode. Das Papier muss man jedoch vor dem leimen des Holzes an den Klebestellen wieder entfernen.



    Den Kiel habe ich entsprechend auf zwei A3 Blätter kopiert und zusammen geklebt und dann ebenfalls mit Sprühkleber auf die entsprechend zugeschnittene Sperrholztafel geklebt. Nun wurde die Verzapfung der Spanten an den richtigen Stelle eingezeichnet und ebenfalls alles sorgfältig ausgesägt. Ein entsprechendes Gegenlager für die Masten, habe ich in diesem Stadium ebenfalls bereits eingebaut und mit dem Kielbrett fest verleimt. Der Vorteil ist hier, dass man mit einem Rundholz, den genauen Sitz und die Lage der Masten überprüfen kann. Jetzt musste nur noch der eigentliche Kiel (sichtbarer Teil) aus Edelholz hergestellt und angebracht werden. Danach habe ich den Kiel in eine Helling eingesetzt und ausgerichtet befestigt. Vorher habe ich alle Spantenabstände mit Nummern und eine Mittellinie auf die Helling gezeichnet.

    Diese Helling habe ich aus einer 20mm starken mehrfach verleimten Tischlerplatte zuschneiden lassen. Nachdem ich den Kiel genau winklig eingesetzt habe, wurden alle Spanten sehr sorgfältig und mit einem Haarwinkel eingepasst und verleimt. Das Ganze mindestens 24 Stunden trocknen lassen. Jetzt mussten nur noch die Füllklötze am Bug eingesetzt, geraspelt und beigeschliffen werden. Knapp unterhalb der Decklinie habe ich dann noch zusätzlich Füllstücke aus Sperrholz eingesetzt. Das erhöht die Stabilität des Rumpfes und er kann sich beim beplanken wirklich nicht mehr verwinden. Während des beplankens sollte er jedoch möglichst in der Helling verbleiben. Wie gelernt, immer eine Planke links und dann eine Planke rechts anbringen.



    Jetzt habe ich die Decksline und die Krümmung überprüft und geschliffen. Danach habe ich eine Kopie des Deckplanes auf ein entsprechendes Sperrholz geklebt (Stärke 0,5mm – 0,8mm) und mit einer Schere ausgeschnitten. Jetzt brauchte ich das Unterdeck nur noch an der Mittellinie auszurichten und einzuleimen.

    Der Vorteil, jetzt hat man die exakte Lage aller Öffnungen und kann sie mit einem scharfen Messer leicht ausschneiden bzw. vorbohren.

    Nachdem alle diese Vorarbeiten erledigt waren konnte der, mittlerweile sehr stabile Rumpf mit einer Leiste „gestrakt" werden. Bei dieser Arbeit sollte man allergrößte Sorgfalt walten lassen. Hier legt man fest wie viele Beulen und Dellen man später im Rumpf haben möchte. Bei diesem Modell ist nur eine einfache Beplankung vorgesehen. Der Unterwasserrumpf soll später gekupfert werden.

    Nachdem diese Arbeiten alle geschehen waren, wurde der Bug, mit allen Einzelteilen, auf entsprechendes Edelholz gezeichnet, ausgesägt und an den Rumpf geleimt.

    So, jetzt kann man eigentlich mit dem beplanken beginnen. Zuerst musste ich noch festlegen mit welchen Hölzern ich den Rumpf bauen wollte. Da ich mir eigentlich angewöhnt habe keine Farbe oder Beize auf meinen Modellen zu verwenden, muss ich mit verschiedenfarbigen Hölzern arbeiten. Es gibt hier eine recht bunte Farbpalette.

    Als Basisholz (Rumpf) favorisiere ich Birne, Schweizer Wasserbirne oder die gute alte deutsche Birne. Birne ist ein fantastisches Holz, es lässt sich gut bearbeiten, biegen, schaben, schnitzen und Oberflächenbehandeln. Leider ist es relativ teuer und nicht überall zu bekommen. Für das Holz meines Modells sind insgesamt etwa 120 € Holzkosten zusammen gekommen.

    Aber wenn man bedenkt wie lange man Freude am Bau eines solchen Modells hat, ist es eigentlich nicht so sehr teuer. Die Ausgaben verteilen sich ja über mehrere Monate.

    Es ist mit etwa dem 3-fachen Preis von Nussbaum zu rechnen. Zuerst wurde der Rumpf von der Deckslinie an in Richtung Kiel beplankt. Das erhöht noch einmal die Stabilität, ein weiterer Vorteil: man kann das Deck wesentlich einfacher beplanken. Der Wassergang lässt sich auch viel einfacher einpassen und anbringen.





    Beim Deck habe ich mich für Linde entschieden, die sehr helle, fast weiße Farbe, gibt dem Modell ein gutes aussehen und kommt der Realität sehr nahe. Durch das ständige scheuern der Decks hatten diese eine sehr helle Färbung. Ein weiterer Vorteil der Linde ist, sie lässt sich super leicht bearbeiten.



    Allerdings eignet sie sich nicht, wie oft behauptet, zum schnitzen. Für die vielen kleinen Teile auf einem Modell, ist sie einfach zu weich und reißt sehr leicht. Hier ist Birne oder Buchsbaum einfach die bessere Wahl.

    Wenn alle Planken geklebt sind, fängt der eigentliche Wahnsinn an. Es müssen die entsprechende Anzahl Holzdübel eingeschlagen werden. Hierfür verwende ich einen Bohrer 0,5mm und bohre alle Löcher vor. Danach breche ich einen Zahnstocher in der Mitte durch. Jetzt hat man 2 Dübel. Die Spitze leicht in Leim eintauchen und mit einem Uhrmacherhammer sanft einschlagen. Bitte nicht zu fest. Am besten an einem Reststück testen. Trocknen lassen und später abschneiden und verschleifen. Die Mühe lohnt sich auf jeden Fall, das Resultat spricht für sich.

    Man kann auf dem Bild bereits die Linien für die Rumpfdübel erkennen.





    Zwischen all diesen Arbeitsschritten besorge ich mir die verschiedenen Beschläge (teilweise recht lange Lieferzeiten)

    So……. Ende erster Teil der Baubeschreibung.
  • Le Cingh Teil2 von JürgenDatum26.03.2007 19:54
    Thema von kessi im Forum Segelschiffe und ander...

    Teil: II



    Hallo da bin ich mal wieder, mit Teil zwei der Baubeschreibung.

    In der letzten Zeit konnte ich etwas mehr an meinem Modell arbeiten, daher konnte der zweite Teil auch verhältnismäßig schnell geschrieben werden. Zuerst möchte ich einmal 2 Bilder meiner kleinen "Werft" vorstellen. Einerseits bin ich von der Größe des Raumes her etwas begrenzt, andererseits habe ich es aber auch gerne wenn ich alles im sitzen gut erreichen kann.

    Im Laufe der Jahre habe ich mir einen kleinen, recht ordentlichen "Maschinenpark" zugelegt.

    Die Qualität der Arbeiten ist, durch diese Maschinen, auch erheblich besser und schneller geworden. Allerdings geht ein Teil der gewonnen Zeit wieder für den bau von Vorrichtungen drauf. Die Qualität macht das aber alles wieder wett.

    Hier werden also meine Späne produziert:





    Nachdem das Deck fast fertig "gedübelt" war, habe ich mit der äußeren Schanzkleidverkleidung angefangen. Hier muss man genau auf die Breite der Planken achten, a) damit die Höhe, und b) das Bild des Plankenverlaufs stimmig ist. Die Maße habe ich mir aus dem Plan heraus gemessen und dann an der Decklinie angefangen die Planken anzubringen. Hier zeigt sich dann, ob man gut und genau vorgearbeitet hat. Auch hier gilt, wie beim Rumpf auch, zuerst eine Leiste auf der einen, dann eine auf der anderen Seite.



    Nachdem die Planken alle montiert waren, wurden an den kritischen Stellen noch Verstärkungen eingeklebt. Das ist sehr wichtig für die spätere Stabilität des Schanzkleides.

    Jetzt habe ich die Stückpforten und alle anderen Öffnungen aufgezeichnet. Um sich das Leben nicht unnötig zu erschweren, habe ich mir für die Stückpforten eine kleine Schablone gebastelt. Mit allen notwendigen Bohrungen, auch für die spätere Takelung der Geschütze.

    Beim ausschneiden der Stückpforten oder anderer Öffnungen sind manche der Spanten genau in der Mitte und müssen vorsichtig heraus gebrochen werden. Jetzt muss rechts und links der Öffnung ein "Ersatzspant" eingeklebt werden. Für diese Hilfsstützen, verwende ich in der Regel Buchenbiegeleisten. Sie lassen sich sehr leicht und ohne Hilfsmittel biegen und einpassen.

    Da das Schanzkleid an vielen Stellen hohl sein wird, muss für die verschieden Durchführungen der Taue ebenfalls Füllstücke in das Schanzkleid eingeklebt werden.



    Die Scheibenblöcke habe ich auf der Fräs- und Drehmaschine hergestellt. Sie müssen ebenfalls bereits in diesem Stadium eingebaut werden. Die Führungshölzer für die Brooktaue der Karonaden (außenbords) und Abdeckungen für die Löcher der Riemen können ebenfalls angebracht werden.





    Nachdem dies alles erledigt war, habe ich die innere Verkleidung angebracht. Getreu meinem Motto: "keine Farbe" sind die inneren Planken aus Lindenholz. Um einen Kontrast zu haben, werden die verschiedenen Belegpunkte und Decksaufbauten dann wieder aus Birnenholz angefertigt. Teilweise habe ich die Luken und Aufbauten schon gebaut. Immer mal so zwischendurch eins, damit die ganze Bauerei nicht langweilig wird.











    Wenn dann alle Öffnungen und Bohrungen angebracht worden sind, kann die Schanzkleidabdeckung hergestellt werden. Hier habe ich mir kleine Brettchen auf die richtige Stärke gehobelt. Eine Pappe wird von oben auf das Schanzkleid gelegt und gut festgehalten. Jetzt kann man mit dem Bleistift von unten die Konturen des Schanzkleidverlaufes zeichnen. Dann mit entsprechender Zugabe den Verlauf der Reling auf die Brettchen übertragen. Von der einen Seite aussägen und schleifen. Dann mit einem Parallelanreißer die Breite der Abdeckung anzeichnen und ausschneiden. Sobald alle Teile fertig sind mit dem Fräser einen entsprechenden Grat oben und unten fräsen. Man kann es auf der Fotografie sehr schön erkennen.



    Die auf meinem Modell einzusetzende Kanonentype kann man nirgendwo fertig kaufen. Lediglich ein Exemplar konnte ich auf einer Modellbaumesse bekommen, die Qualität war allerdings so schlecht, dass das Teil gleich in die Mülltonne gewandert ist. Eigentlich Schade ums Geld. Also selbst ist der Modellbauer.

    Darum habe ich mir ein Modell der Karonaden mit der Drehbank und mit entsprechend viel Zeit hergestellt. Da mit diesem Modell eine Form hergestellt werden soll, ist auch hier größte Sorgfalt wichtig. Ein hier einmal gemachter Fehler multipliziert sich dann mit der Anzahl der Abgüsse. Nach einigen Fehlversuchen ist dann aber ein recht gutes Holzmodell entstanden. Fragen hierzu werden gerne beantwortet. Im Übrigen benötigt man keine Drehbank um ein Holz- modell herzustellen. Eine Bohrmaschine mit Tischbefestigung und den entsprechenden Schlüsselfeilen reicht völlig ein ebenso gutes Modell zu bauen.



    Ebenfalls "zwischendurch" habe ich mit der Herstellung von Kautschukformen beschäftigt und mir das nötige Material im Internet besorgt. Nach dem ersten Misserfolg ist dann aber eine recht brauchbare Form entstanden. Zur Sicherheit und weil es so gut funktionierte habe ich mir dann noch eine zweite Form gegossen. Schadet nichts und man kann dann später immer 2 Teile gleichzeitig gießen. Das ist auch gut so, denn ein Guss geht eigentlich fast immer in die Hose. Fehler sind aber nicht weiter schlimm, das Material kann man immer wieder einschmelzen und erneut verwenden.

    Für diese Arbeiten kann ich keinen Leitfaden liefern, ich habe auch nicht wirklich einen. Hier muss jeder seine eigenen Erfahrungen machen. Wenn es aber einmal klappt, ist es wirklich recht einfach und sieht gut und sehr echt aus.

    Im Übrigen gibt es über das Zinngießen recht gute Literatur zu kaufen. Am Zinn sollte man nicht sparen, denn auch hier gibt es große Qualitätsunterschiede. Jetzt mussten die Geschütze nur noch entgratet und mit sehr feiner Stahlwolle poliert werden Dann müssen noch die entsprechenden Bohrungen (Seele, Halterung, Zündloch und Verstellung gemacht werden. Hier zeigt es sich dann schnell, dass es gut ist, ein oder zwei Ersatzrohre herzustellen. Am Ende wird dann für die Verstellung noch ein Gewinde M 1,5 geschnitten. Das ganze dann in ein Brünierungsmittel für Zinn. Sieht dann aus wie Eisen. Fertig ist das Rohr!





    Jedes Detail oder alle Arbeitsgänge ausführlich zu beschreiben, würde den Rahmen dieses Bauberichtes sicherlich sprengen.

    Fragen zu den einzelnen Arbeitsschritten oder Bezugsquellen werden gerne im Forum beantwortet. Wer Lust hat das Schiff nachzubauen, kann sich gerne über Kessi ebenfalls an mich wenden. Formen und Vorlagen für das Fotoätzen der Beschlagteile gebe ich gerne weiter.







    Jetzt wird es vermutlich eine Weile dauern bis ihr wieder etwas von mir lest. In den Sommermonaten habe ich einfach keine rechte Lust und Jobbedingt auch keine Zeit an meinem Schiff zu bauen. Sobald ich aber mit der Takelage begonnen habe, werde ich weiter berichten.

  • Le Cingh Detailaufnahmen von JürgenDatum26.03.2007 21:45
    Thema von kessi im Forum Segelschiffe und ander...

    Detailaufnahmen


    der Le Cingh von Jürgen













  • InformationDatum12.08.2007 00:36
    Thema von kessi im Forum Alles was das Forum be...
    Hallo,

    die Administratoren von "Freunde des Historischen Schiffsmodellbaus" sind:

    Kessi, Peter und Jürgen
  • HTMLDatum30.08.2007 20:33
    Hallo alle zusammen,

    hat jemand von euch html Kenntnisse im Zusammenhang mit webspace? Ich habe eine neue Linkseite erstellt, habe sie ins Netz gestellt, aber die html Effekte funktionieren nicht. Hier mal ein Link zu der Seite. http://freenet-homepage.de/kessis_board/board/link/links.htm
    Im Kopf sieht man die Navigation nicht. Ich weiß das es an freenet liegt, da dies beim kostenlosen webspace nicht funktioniert. Aber wo kann ich sie hochfahren?

    Kessi
  • herstellung von TauenDatum18.09.2007 17:38
    Thema von kessi im Forum altern, kleben, spacht...

    Herstellung von Tauen von Jürgen



    Auf jedem Schiff gab und gibt es Taue für die unterschiedlichsten Einsätze und Verwendungen. Das bedeutet aber auch: Es waren auf den Schiffen sehr viele unterschiedliche Stärken und Arten im Einsatz.

    In der Vergangenheit habe ich mir für meine Seile, immer die Fäden der verschiedensten Hersteller gekauft. Leider war dann nie die Stärke die man eigentlich braucht dabei und dann war das Ganze auch noch schwindelerregend teuer. Die Firma Graubner sticht hier als löbliche Ausnahme hervor.

    An dieser Stelle noch ein Wort zu den Baukästen. Die beigefügten Seilchen passen/reichen eigentlich nie. Zu kurz und von minderer Qualität sind sie zudem auch meistens. Man kann damit die verschiedenen Knoten üben, sonst eigentlich nichts.

    Aus der Not heraus habe ich mich dann mit der Herstellung eigener Seile befasst und mir eine eigene kleine „Reeperbahn" gebaut. Nach viel Kaffee, Valium und haufenweise Misserfolgen funktioniert es jetzt absolut fantastisch.

    Jetzt kann ich mir meine Taue in den unterschiedlichsten Stärken selber herstellen. Bedingt durch die Länge der Reeperbahn kann man aber nur maximale Längen von 0,8 – 1,2 m herstellen, in 99% aller Fälle ist das ausreichend. Aber wer den nötigen Platz hat, kann seine kleine Seilerei auch durchaus länger bauen. Wenn die Bahn 1,5m lang ist, werden die Taue ca. 1m lang.

    Die Taue eignen sich sehr gut für Ankertaue, Wanten, Sorgleinen, Stage und und ……….

    Jetzt kann ich ebenfalls links oder rechts geschlagene Taue herstellen. Es ist auch möglich Taue mit 3 oder 4 Schlägen herzustellen. Die Kosten und die Arbeitszeit für so eine Reeperbahn liegen auch absolut im grünen Bereich. Material so etwa 15 – 20 Euro. Arbeitszeit 5-6 Stunden. Den Verschiebeschlitten habe ich mir aus Holzresten hergestellt. Lediglich das Getriebe ist etwas komplizierter herzustellen, aber auch für mechanisch ungeübte machbar. Die Grundplatten habe ich beim Schrotthändler besorgt. Beim Getriebe sind der technischen Kreativität keine Grenzen gesetzt, man kann das Ganze auch mit Motoren ausstatten. Ist aber nicht uneingeschränkt zu empfehlen. Handarbeit (Kurbel) ist hier wirklich die bessere Wahl, so kann man auch leichter die Umdrehungen zählen.

    Das mit dem Drehen / zählen ist dann auch genau die Stelle wo der bereitgestellte Baldrian oder das Valium zum Einsatz kommen. Dreht man zuwenig, wird das gewünschte Tau nicht fest genug, dreht man zuviel, reißt ein Strang. Hier muss man probieren und nochmals probieren. Aber wie weise Leute sagten, Übung macht den Meister bzw. das Tau.

    Aber die Ergebnisse lassen dann absolut keine Wünsche mehr offen und man ist mit der Auswahl seiner Materialien und Taustärken frei.

    Am besten haben sich so genannte „Kettelgarne" bewährt. Diese Garne bekommt man in den unterschiedlichsten Stärken im Bastel- bzw. Handarbeitsladen. Es sind reine Naturprodukte! Diese Garne kann man auch verwenden ohne daraus auf der Reeperbahn neue Taue zu schlagen. Es gibt sie in unterschiedlichen Stärken. Ebenso kann man „Häkelgarne verwenden, sie sind aus reiner Baumwolle. Allerdings ist die Auswahl an unterschiedlichen Stärken nicht ganz so groß wie bei den Kettelgarnen. Das Beste aber ist der enorm günstige Preis und die Länge sie kosten nur einen Bruchteil der so genannten „historisch korrekten Taue".

    Die Basisfarbe des Materials ist weiß, somit kann und muss man seine Taue selber einfärben. Hier gibt es die unterschiedlichsten Geheimrezepturen und magischen Tinkturen. Für das stehende Gut verwende ich schwarze Beize, das ergibt einen sehr realistisch aussehenden dunkelbraunen, fast schwarzen Farbton. Für das laufende Gut eine braune Beize (Eiche), auch dieser Ton trifft das ganze fantastisch. Die besten Ergebnisse habe ich mit Beize der Fa. Clou gemacht.

    Man schneide etwa 1m lange Stücke (oder länger, je nach Bedarf) lege sie für etwa 5 – 10 Min. in die entsprechende Beize. Herausnehmen, durch einen alten Lappen ziehen, um die überschüssige Beize abzuwischen. Jetzt mit etwas Gewicht am unteren Ende über 1 – 2 Tage aufhängen. Die störenden Flusen brenne ich mit dem Feuerzeug oder einer kleinen Gaslötlampe ab. Man liest auch oft, dass man die Seile in Bier baden soll und danach die Flusen anstreicht. Nachteil: man muss wieder warten bis die Seile trocken sind. Jeder wie er mag. Bei der Feuermethode bitte Vorsicht damit die Seile sich nicht verfärben. Am besten an einem Abfallstück ausprobieren.

  • HMS EndavourDatum18.09.2007 20:27

    Hallo,

    hier eine Bausatzvorstellung der H.M.S. Endavour































    Kessi

  • SmileysDatum13.10.2007 16:09
    Thema von kessi im Forum Alles was das Forum be...

    Ich würde gerne die Smileys hier im Forum bearbeiten, wenn jemand einen Wunsch hat, dann lasst es mich wissen.Irgendwie finde ich nämlich die meisten Smileys hier doof.

    Kessi

  • Le Soleil Royal von SailorDatum10.12.2007 23:22
    Thema von kessi im Forum Segelschiffe und ander...

    Le Soleil Royal von Sailor





    Le Soleil Royal gebaut von Sailor Modell............. Le Soleil Royal Bausatz........... Heller Nr. 80899 Masstab.......... 1/100 Erbauer........... Sailor Die "Soleil Royal" ist neben der "HMS Victory" einer der schönsten und größten Plastik Segelschiffbausätze auf dem Modellbaumarkt. Beide Modelle haben schon etliche Jährchen auf dem Buckel und entsprechen auch nicht unbedingt bis ins letzte Detail ihren historischen Vorbildern. Allerdings sind es auch auch die einzigen Plastikbausätze dieser beiden Schiffe im Maßstab 1:100, Alternativen im gleichen Maßstab sind nur als Holzmodelle erhältlich. Neben den mehrfarbig gespritzten Plastikteilen gehören die Garne für die Wanten und Ankertaue zum Lieferumfang, Takelgarn muß man sich extra dazukaufen. Da ich hier bewußt die Takelage weiß gelassen habe, habe ich zum takeln einfaches weißes Nähgarn genommen. Die Bauanleitung ist gut bebildert aber in französisch beschriftet. Eine deutsche und englische Übersetzung befindet sich zwar im Anhang, man muß immer wieder hin und herblättern was manchmal etwas nervig ist. Hier hilft es wenn man sich die entsprechenden Seiten kopiert und griffbereit hat. Generell ist es emfehlenswert,die Takelanleitungen zu kopieren, evtl. zu vergrößern und über dem Basteltisch aufzuhängen. Es erleichtert die Arbeit ungemein.Der Zusammenbau der Plastikteile ist recht einfach und die Paßform ist in Ordnung. Die meiste Arbeit ist das anfertigen der Wanten und das auftakeln der Masten. Für die Wanten ist ein kleiner "Webrahmen" dabei. Das verknoten der Wanten hat mir nicht gefallen, die Knoten erschienen mir zu dick für den Maßstab. Ich habe daher die Wanten komplett aufgespannt und anschließend mit wasserverdünnten Leim eingepinselt. Man brauchte sie hinterher nur noch ausschneiden und anbringen.Die Bemalung der vielen Verzierungen erfordert viel geduld und eine ruhige Hand. Eine sogenannte "dritte Hand" mit Lupe hat mir sehr viel geholfen die kleinen Details richtig zu pinseln. Das komplette Modell ist Freihandgepinselt da ich mir die "abklebungsorgien" sparen wollte. Da die Oberflächen alle rauh sind fällt es auch nicht weiter auf. Die Bemalungsanweisungen sind manchmal nicht sehr eindeutig, ein bißchen "künstlerische Freiheit" kann man sich ruhig rausnehmen. Dieser Bausatz ist für den erfahrenen Segelschiffbauer empfehlenswert.Besonders die umfangreiche Takelanweisungen verlangen viel Geduld und erfordern eine paar Grundkenntnisse über Schiffstakelagen. Die große USS Constitution von Revell ist im Vergleich dazu viel übersichtlicher und für den Anfänger eher zu bewältigen. Wichtig ist hier auch der Zeitfaktor. Ich habe über 4 Monate für den Bausatz gebraucht bei täglich 2-3 Stunden Bastelzeit. So ein Bau kann sich ganz gut in die länge ziehen so das man manchmal die lust verliert. Hinzu kommt noch das keinerlei Originalpläne oder Farbinformationen der echten Soleil Royal existieren. Das Modell ist daher nur eine Interpretation. Wer genau hinschaut wird feststellen das jeder Soleil Royal Bausatz auf dem Markt anders aussieht, jeder Hersteller hat da so seine eigenen Ideen. Man kann kaum auf Bildervorlagen aus dem Internet zugreifen. Wenn man möglichst korrekt sein will kommt man nicht drumherum sich etwas mehr mit der Geschichte des Schiffbaus im 17. Jahrhundert auseinander zu setzen. Der Bausatz kostet regulär so um die 200 ?, hier empfiehlt es sich vorher bei mehreren Händlern anzufragen. Online Händler im Ausland haben diesen Bausatz teilweise so preiswert das sich der Aufwand lohnt es dort zu kaufen. Für diesen hohen Preis hätte Heller sich etwas mehr Mühe geben können, insbesondere die Bauanleitung könnte besser übersetzt und übersichtlicher sein. Eine Rolle Takelgarn hätte den Bausatz komplett gemacht, manchmal wird am falschen Ende gespart. Die originale Soleil Royal wurde in Brest im Jahre 1669 nach den Plänen von L. Hubac gebaut. Es wurde ursprünglich eine Tragfähigkeit von 2000 Tonnen und einer Bewaffnung von 104 Kanonen vorgesehen. Nachdem sie in Dienst genommen wurde war es lange Zeit ruhig um die Soleil Royal. Erst 1688 wird sie gerüstet und am Großmast wurde die Flagge des Oberbefehlshabers, Generalleutnant Graf de Tourville, gehißt. Frankreich war wieder im Krieg nachdem Jacob der II von England von seinem Thron durch Wilhelm von Oranien abgesetzt wurde und der französische König Louis der XIV Partei für seinen Cousin Jacob ergriff. Tourville führte die Soleil Royal in die Schlacht von Beveziers. Am 29. Mai 1692 trafen die Kontrahenten an der normannischen Küste wieder aufeinander und es kam zu einer Schlacht an deren ende es weder Verlierer noch Sieger gab. Die Soleil Royal war während ihrer letzten Schlacht in der Nähe von Cherbourg gestrandet. Dort wurde sie noch tapfer verteidigt bis englische Kommandos das Schiff enterten. Die mächtige Soleil Royal wurde durch eine heftige Explosion auseinandergerissen. Sailor

    Um die Bilder größer zu sehen einfach anklicken!!!


        

         

        

        

        

        

        

        

        

        

        

        

        

        

        

        

        



  • Le Soleil Royal von Jolly RogerDatum11.12.2007 00:37
    Thema von kessi im Forum Segelschiffe und ander...

    Le Soleil Royal von Jolly Roger


    Das Modell:

    Mit der Soleil Royal ist Heller ein Meisterstück gelungen welches auf dem Plastikmodellmarkt bis heute konkurrenzlos geblieben ist. Mit diesem Modell zwang Heller sogar die Nummer Eins im Plastikschiffmodellbau, den japanischen Hersteller IMAI in die Knie, was sicherlich für die hervorragende Qualität dieses Modells spricht. Alle Teile sind sehr sauber gegossen und weitgehend Gratenfrei. Die Oberflächenstruktur ist realistisch nachempfunden und die Dimensionen der einzelnen Bauteile in sich stimmig. Meines Wissens bietet lediglich die Firma Mantua Models/Panart eine Holzmodellversion an. Mir persönlich gefällt die Holzversion nicht sonderlich, da die Heckaufbauten für mich zu breit und eckig wirken. Auch die Beschläge des Schanzkleides wirken etwas rudimentär und hat Heller eindeutig schöner hinbekommen. Das ist aber mein ganz persönliches Empfinden.


    Das Original:

    Wie Sailor schon in seinem Bericht schreibt, sind keine vollständig erhaltenen Originalbaupläne mehr vorhanden. Daher ist es schwierig herauszufinden welches Modell nun eher dem original nachempfunden ist. Im Musée de la Marine in Paris kann zwar ein Buch über französische Galeonen des 17 Jh. erworben werden, aber die vorhandenen Zeichnungen der Soleil Royal sind sehr dürftig und helfen dem Modellbauer kaum weiter. Auch Heller hatte wohl dieses Problem beim erstellen eines Masters, so dass sie kurzerhand ein in diesem Museum ausgestelltes Modell der Soleil Royal fast 1:1 kopierten. Doch noch schwieriger als das rekonstruieren des Rumpfes gestaltete sich der Deck und Mastaufbau des Schiffes. Denn diese Pläne sind nicht einmal mehr auszugsweise vorhanden und so bediente sich Heller just einer anderen Galeone aus der selben Zeit (ebenfalls im Musée de la Marine ausgestellt). Und genau hier denke ich ist Heller der gröbste Fehler unterlaufen. Da die Soleil Royal die französische Antwort auf das englische Schlachtschiff "Souvereign of the seas" war, müsste meiner Ansicht nach auch die SR mit einem Royal ausgerüstet gewesen sein. Mantua hat dies berücksichtigt, Heller nicht. Hingegen habe ich mich über die ausgefahrene und gesetzte Lee gefreut, die diesem Schiff einen zusätzliche Charme verleihen - es aber stolze 55cm breit werden lässt.


    Anforderungen:

    Ich habe damals den Fehler gemacht und dieses Schiff gebaut als ich im Modellbau noch nicht so erfahren und geübt war. Mir sind dadurch kleinere Fehler unterlaufen, die mir heute sicher nicht mehr unterkommen würden. Zum Beispiel war aus dem Bauplan nicht gut ersichtlich wie die Klüsendeckel über der Klüse befestigt werden, so dass ich sie in den oberen Klüsenrand klebte was natürlich falsch ist. Auch habe ich auf die Plastikjungfern (auch Juffer) aus dem Bausatz verzichtet und sie durch hölzerne der Firma Artesania Latina ersetzt. Dabei habe ich einen zu grossen Durchmesser gewählt (meiner heutigen Ansicht nach, sind auch die Jungfern von Heller zu gross geraten) was nun etwas unrealistisch wirkt. Dieses Modell ist definitiv nichts für Anfänger und es empfiehlt sich vor dem Zusammenbau dieses Modells einige Galeonen in kleinerem Format zu bauen. Als Unterstützung sollte ohnehin Wolfram zu Mondfelds Buch "Historische Schiffsmodelle" griffbereit liegen.


    Die Bauanleitung:

    Mein Vorteil war, dass ich etwas französisch verstehe und so mit den (lediglich kopierten) Bauplänen nicht wirklich Mühe hatte die richtigen Teile und Farben zu eruieren. Die Bauanleitung ist dann nun auch der einzige wirkliche Schwachpunkt dieses Bausatzes. Heller hielt es nicht für nötig eine mehrsprachige (die deutsche Übersetzung ist nicht wirklich gelungen), gut übersichtliche und vor allem mit Detailzeichnungen angereicherten Anleitung mitzuliefern. Auch liegt kein 1:1 Plan bei so wie man es von den Holzmodellen her kennt und den Zusammenbau enorm erleichtern. Bei der Takelage diente mir ein Besuch im Pariser Marinemuseum mehr, als die sehr dürftige Zeichnung. Bei einem Modell dieser Grösse, Qualität und Preises sollte mehr geboten werden als nur eine schlecht kopierte, mit 2 Klammern zusammengetackerte Bauanleitung.


    Um die Bilder größer zu sehen einfach anklicken!!!


        


  • San Juan Nepomuceno von JollyDatum11.12.2007 01:05
    Thema von kessi im Forum Segelschiffe und ander...

    San Juan Nepomuceno Artesania Latina Holzmodell


    L 960 mm / H 750 mm / Maßstab 1:90

    Preis ca. 200 Euro, inkl. Segel und einfachem Holzständer


    Das Modell

    Mit zittrigen Fingern und voller Freude öffnete ich zu Hause das Riesenpaket, welches ich vom Postboten bekam. Ich habe das Schiff bei einem Internetanbieter gekauft und habe es nach 10 Tagen gut verpackt erhalten.

    Die Bauteile sind, wie bei Artesania Latina üblich, sehr schön und übersichtlich angeordnet Die Kleinteile (Beschläge, Beischiff, Fahnen etc) sind in einer schönen, unterteilten Plastikklarsichtbox verpackt und alle Holzelemente zum Schutz in Folie gewickelt. Artesania verwendet immer sehr schöne Hölzer, die sich wunderbar anfühlen und von ausgesuchter Qualität sind. Die Leisten für die Beplankung sind aus 1mm dickem Nussbaum und Kerzengerade. Die Ramin und Mahagonileisten sind ebenfalls von bester Qualität.

    Alle Teile sind mit Wasserstrahl geschnitten und absolut passgenau. Es ist eine Leichtigkeit die Teile aus der Form zu "Brechen".

    Es liegen einige Baupläne in 1:1 bei. Erleichtert wird der Zusammenbau durch die Bauanleitung, wobei die Bilder aufschlussreicher sind als die beschriebenen Bauschritte.


    Das Original

    Aus dem Klappentext:

    Ein 2700 Tonnenschiff, 1765 vom Stapel gelaufen, mit 74 Kanonen ausgerüstet: Die Galeone San Juan Nepomuceno ist für die Spanier ein glänzendes Beispiel des Heldentums ihrer Abstammung und des Schneids ihrer Seeleute. Unter dem Kommando von Unteradmiral Don Cosme Damián Churruca nahm sie an der Schlacht von Trafalgar im Jahre 1805 teil. Admiral Nelson leitete, trotz Verletzung, die Schlacht weiter, während auch Unteradmiral Churruca weiterhin befahl. Durch eine Haubitze wurde ihm ein Bein abgerissen und trotz allem erklang weiterhin die Stimme mit dem Befehl "Feuer!".

    Auch nach wochenlanger Suche war es mir nicht möglich, einigermassen vernünftige Bilder, Zeichnungen oder Unterlagen des Originalschiffes zu bekommen.


    Erste Bauphase:

    Ich kennzeichnete mit einem Kugelschreiber alle Spannten mit der jeweiligen Nummer mittels 1:1 Plan und leimte sie mit weissem Holzleim auf den Kiel. Die Fotos der Bauanleitung sind sehr aufschlussreich und lässt keine Fragen aufkommen. Dickes Lob an Artesania!!!!! Nach dem durchtrocknen (ca 24 Stunden) schliff ich die Spannten in die richtige Form, bzw. brach die Kanten, damit die Leisten schön mit der Rumpfform fliessen.

    Als nächster Schritt beplankte ich die Decks, was ohne Mühe zu bewältigen ist. Das untere Batteriedeck habe ich nach der Fertigstellung gleich zwei mal lackiert (seidenmatt), da man nicht mehr richtig dazu hin kommt nachdem das Hauptdeck gebaut ist.

    Die Nussbaumleisten legte ich in heisses Wasser, wobei ich die Badewanne nahm, da die Leisten mit 1m Länge nicht mehr in meine kleine Plastikwanne passten. Da diese Galeone mit Rundgat gebaut wird, muss das Holz sehr weich sein, weil es durch die sehr starke Krümmung sofort brechen würde. Einige Leisten brachen mir trotzdem, beachtet den Faserverlauf des Holzes......

    Das Schanzkleid ist schnell angebracht und passt genau.

    Entgegen der Bauanleitung habe ich vom Kiel her mit dem beplanken begonnen, meiner Ansicht nach ist das bei diesem Schiff ratsamer. Obwohl das Unterwasserschiff nicht für eine doppelte Beplankung vorgesehen ist, habe ich eine gemacht. Da ich die Leisten sehr lange im Wasser einweichen liess quellten sie stark auf wodurch sich beim trocknen schmale Spalten im Rumpf ergaben. Hier ein kleiner Tip. Wer eine zweite Beplankung anbringt, sollte die Nägel der ersten nicht ganz ins Holz treiben damit man diese nach dem trocknen des Leims (die Leisten IMMER an die Spannten leimen) wieder entfernen lassen. Ohne Nägel im Holz lassen sich die Leisten viel einfacher und gleichmässiger verschleifen.

    Laut Bauplan ist keine Bemalung des Unterwasserschiffs vorgesehen, mich hat das wenig interessiert und habe es trotzdem in weiss und schwarz bemalt. Auch der Heckspiegel habe ich in blau, rot und gold gemalt, dazu aber später.

    Im Moment arbeite ich an der zweiten Beplankung des Schanzkleides.








  • San Juan Nepomuceno Teil 2 von Jolly Datum11.12.2007 01:10
    Thema von kessi im Forum Segelschiffe und ander...

    Teil 2

    Das Beplanken des Schanzkleides geht sehr gut von der Hand und hatte keine Schwierigkeiten bereitet. Auch die Zierleisten konnte ich der Bauanleitung entsprechend anbringen. Hier gab es lediglich ein kleines Problem. Auf den Bilder wurde die oberste Zierleiste mit einer 4mm Furnierleiste verklebt. In der Bauanleitung ist hierzu aber nichts erwähnt. Auch liegen keine entsprechenden Leisten dem Bausatz bei. Da es aber offensichtlich keine Folgen für den weiteren Zusammenbau bedeutet, habe ich die selben 7mm Leisten verwendet wie am restlichen Rumpf.

    Nach dem verschleifen der 2ten Beplankung habe ich erstmals alles lackiert, damit das Holz etwas gegen Verschmutzung geschützt ist. Da ich viel mit Sekundenkleber arbeite, wollte ich das Holz versiegeln weil sonst der Kleber das Holz verfärbt und es unschöne Flecken gibt die sich kaum mehr verschleifen lassen.

    Nun begann ein etwas mühsamer Teil des Zusammenbaus, das Anbringen der Klüsen (Kanonenscharten). Dank des 1:1 Plans konnte ich die genaue Position ausmessen. Wie auf den Bilder zu sehen, bohrte ich die Klüsen und schnitt mit einem scharfen Cutter das übrige Holz weg. Manchmal brach mir die "Aussenhaut" durch und ich musste kleine Reparaturen vornehmen. An einer Stelle musste ich sogar die 2te Beplankung neu anbringen weil das ganze Furnier zerriss.

    Eine Klüse muss zwischen 0,9 x 0,9 und 1,0 x 1,0 cm gross sein, damit der Klüsenrahmen optimal passt. Ich habe die Rahmen einfach mit Sekundenkleber angemacht.

    Nun habe ich Bug und Heckspiegel in Angriff genommen. Der Heckspiegel habe ich in blau, rot, und gold bemalt. Ich habe dabei bei der San Felipe abgeschaut um eine möglichst identische Farbgebung des Heckspiegels einzuhalten. Artesania macht keine Farbangaben, was ich sehr schade finde, denn es ist unwahrscheinlich, dass die San Juan einen in Messing gehaltenen Heckspiegel hatte. Auch bin ich mir sicher, dass das Unterwasserschiff mit Teer und Kalk behandelt wurde, wie es in dieser Zeit üblich war und so schwarz und weiss daher kam.

    Beim Anbringen des Heckspiegels im "Stern" oder Heck, also der Rückseite des Schiffes, brach mir das aus Guss gefertigte Teil beim anleimen in 2 Teile. Ich versuche nun die Bruchstellen zu verspachteln und mit Farbe bestmöglich zu vertuschen. Dieser Patzer trieb mir fast einen Keil durchs Herz, ist doch der Heckspiegel ein Hingucker bei jedem Schiff und somit besonders wichtig.........

    Der Bug verlangt nun etwas Fingerspitzengefühl und gutes Werkzeug. Dazu später mehr....

        

        

        

      



  • Napoleon von JollyDatum11.12.2007 01:16

    napolen von Jolly



        

  • Schebecke von JollyDatum11.12.2007 01:17

    schebecke von Jolly



      

  • Hausboot von JollyDatum11.12.2007 01:18

    Hausboot von Jolly



      

  • Le Superbe von AndreDatum11.12.2007 01:25

    Le Superbe von Andre



          ;


        

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