Carl Busley war kein Historiker sondern Schiffbauingenieur und veröffentlichte seine historischen Skizzen zur Schiffbaugeschichte noch zu Kaisers Zeiten im "Jahrbuch der Schiffbautechnischen Gesellschaft". Seine Sicht der Dinge ist geprägt von der Seebegeisterung der wilhelminischen Zeit, von romantischen Idealvorstellungen und vor allem von seiner Unkenntnis einer damals schon in Ansätzen erkennbaren ernsthaften Auseinandersetzung mit der Materie. Deshalb sollte man seine "Rekonstruktionen" mit großer Vorsicht genießen. Die "Victory" kann man ihm noch einigermaßen abnehmen; sie lag zu seiner Zeit ja tatsächlich noch im Wasser. Alles andere ist präzise gezeichnete Spekulation.
Wer die "Lisa von Lübeck" kennt, bekommt eine Vorstellung von Busleys Interpretation historischer Quellen. Sie wurde weitestgehend nach seinem Entwurf gebaut, obwohl dieser spätestens seit Heinrich Winters "Das Hanseschiff im ausgehenden 15. Jahrhundert" (1956) vollkommen überholt war.